Kategorie: Tankstelle | Stories from the Tanke https://www.stories-from-the-tanke.de Wed, 07 Feb 2018 09:36:37 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.9 https://www.stories-from-the-tanke.de/wp-content/uploads/2017/02/cropped-Stories_from_the_Tanke_Fav-1-32x32.png Kategorie: Tankstelle | Stories from the Tanke https://www.stories-from-the-tanke.de 32 32 124893457 „Was soll’s denn sein?“ https://www.stories-from-the-tanke.de/gesunde-ernaehrung/ https://www.stories-from-the-tanke.de/gesunde-ernaehrung/#respond Tue, 06 Feb 2018 14:10:28 +0000 https://www.stories-from-the-tanke.de/?p=1225 Ernährung unterwegs: Gesunde Trucker kommen weiter. Wer hart arbeitet, der braucht auch ordentlich was zu futtern. Da ist man als Trucker natürlich vorne dabei. Nach hunderten stressigen Kilometern auf der Bahn packt einen gerne schon mal der Heißhunger. Und dann geht es je nach Geschmack: Was dem einen das Jägerschnitzel, ist dem anderen der Fitness-Salat. […]]]>

Ernährung unterwegs: Gesunde Trucker kommen weiter.

Wer hart arbeitet, der braucht auch ordentlich was zu futtern. Da ist man als Trucker natürlich vorne dabei. Nach hunderten stressigen Kilometern auf der Bahn packt einen gerne schon mal der Heißhunger. Und dann geht es je nach Geschmack: Was dem einen das Jägerschnitzel, ist dem anderen der Fitness-Salat. Doch Achtung! Gerade Trucker, deren Alltag von Stress, Stau und Termindruck geprägt ist, greifen gerne mal zum Fast Food. Das geht schnell, ist verlockend und nicht so teuer. Doch die Schattenseiten sind meist viel zu viel Fett, Zucker und anderes in hoher Dosis Schädliches.

Frisches Gemüse gehört zu einer gesunden Ernährung

Sicher, gegen eine leckere Currywurst mit Pommes ist ab und an nichts einzuwenden. Aber als Dauernahrung ist sie denkbar ungeeignet. Einen abwechslungsreicheren und damit gesünderen Menüplan zu gestalten, ist jedoch gar nicht so schwer.

> Bewusster wählen! Heute bieten die meisten Tankstellen und Raststätten vielfältige Alternativen zu Pommes, Wurst und Schnitzel – man muss sich nur dafür entscheiden. Also genau hinschauen, was das Angebot hergibt. Und im Zweifel auch mal fragen: Habt ihr was mit weniger Fett? Vielleicht Geflügel oder Fisch, am besten ergänzt durch Gemüse, Reis und Salat statt Kroketten, Bratensoße und Pudding. Und als Getränk viel Wasser – mindestens 1,5 Liter am Tag – sowie Saftschorlen oder ungesüßte Tees statt überzuckerter Softdrinks.

Ca. 1,5 Liter Wasser am Tag tun dem Körper gut

> Selbst was machen! Man sieht’s immer öfter: Viele Fernfahrer bauen an Raststätten einen kleinen Gaskocher oder -grill auf und bereiten sich zu, was sie preisgünstig eingekauft und im bordeigenen Kühlschrank mitgenommen haben. Das hat viele Vorteile. Man bestimmt selbst, was und wie viel man essen möchte. Man macht eine Pause, in der man sich mit etwas ganz anderem beschäftigt – was automatisch erholsam wirkt. Und man kommt vielleicht sogar mit Kollegen ins Gespräch und kann sich zum „Menütausch“ einladen!

Auch mal selbst kochen: da schmeckt das Essen gleich viel besser!

> Obstsnacks statt Schokoriegel! Schokoriegel liefern sehr schnell Energie. Leider in Form von jeder Menge Zucker und Fett. Obst und Rohkost, also zum Beispiel Äpfel, Bananen, Gurken und Möhren, wirken dagegen viel nachhaltiger: Sie lassen den Blutzuckerspiegel langsamer und dauerhafter ansteigen als die einschlägigen Zuckerbomben. Sie enthalten außerdem viele wertvolle Vitamine und Ballaststoffe – und tun dem Körper damit rundum gut. Außerdem lässt sich das Grünzeug optimal mitnehmen und während der Fahrt essen – sogar einhändig.

Frisches Obst sorgt für den nötigen Energieschub

Darüber hinaus sollte man als Trucker natürlich sowieso auf seine Gesundheit achten. Ein bisschen Bewegung und Sport hält fit und erhöht die Kraftreserven. Umso leichter ist dann auch das Gewissen, wenn man sich zwischendurch doch mal eine schöne Currywurst gönnt. Wir wünschen einen guten Appetit – auch unterwegs!

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Die Tanke lokt! https://www.stories-from-the-tanke.de/die-tanke-lokt/ https://www.stories-from-the-tanke.de/die-tanke-lokt/#respond Mon, 11 Dec 2017 13:55:47 +0000 https://www.stories-from-the-tanke.de/?p=1282 Das Tankstellennetz in Deutschland: Kraftstoff für 10.000 Schienenfahrzeuge. Die Liste reicht von “Aachen Rothe Erde“ bis „Zwickau“: Rund 200 Tankstellen werden aktuell in Deutschland betrieben.  Das flächendeckende Tankstellennetz ist natürlich direkt ans Schienennetz gekoppelt – „eben mal zur Tanke rausfahren“ ist für Lokführer eben kein Thema. Jeder Tankstopp ist deshalb gut geplant und braucht etwas Zeit. […]]]>

Das Tankstellennetz in Deutschland: Kraftstoff für 10.000 Schienenfahrzeuge.

Die Liste reicht von “Aachen Rothe Erde“ bis „Zwickau“: Rund 200 Tankstellen werden aktuell in Deutschland betrieben.  Das flächendeckende Tankstellennetz ist natürlich direkt ans Schienennetz gekoppelt – „eben mal zur Tanke rausfahren“ ist für Lokführer eben kein Thema.Diesellok in Betrieb

Jeder Tankstopp ist deshalb gut geplant und braucht etwas Zeit. Die Diesellok muss abgekoppelt, zur Tankstelle gefahren und so rangiert werden, dass die Zapfsäule gut erreichbar ist. Dann fließen bis zu 3.200 Liter Diesel durch einen dicken Schlauch in die Lokomotive.Historische Diesellok in BetriebSo weit – bis auf die Füllmenge – ganz ähnlich wie beim LKW. Doch was den Tankstellen für den Schienenverkehr überhaupt nicht geht und auch nicht vorgesehen ist, ist etwas für Trucker vollkommen Selbstverständliches: Der Blick auf die Preisanzeige. Angaben dazu sucht man hier vergeblich.

Braucht man aber auch gar nicht. Denn hier wird erst getankt – und viel später erfährt man dann, was das gekostet hat. Klingt seltsam, hat aber System. Denn der Diesel-Preis pro Liter wird immer erst rückwirkend für einen Monat berechnet: Auf der Grundlage von Marktdaten wird ein Durchschnitt ermittelt, auf den dann noch 5,6 Cent pro Liter Bereitstellungspauschale aufgeschlagen werden – und dann kommt die Rechnung. „Zu teuer, ich fahr’ zur nächsten Tanke!“ – das geht hier also nicht. Denn da die DB Energie GmbH das Versorgungs-Monopol für das Schienennetz hat, kann sie alles so festlegen und handhaben, wie sie es möchte.Diesellok in BetriebRund 10.000 Lokomotiven werden von der Tochter der Deutschen Bahn beliefert. Mit Diesel, aber auch mit weiteren Hilfs- und Betriebsstoffen wie Heiz- und Motoröl, AdBlue®, Brauch- oder Trinkwasser sowie Streumitteln für die Haftwertverbesserung zwischen Rad und Schiene. Und nicht nur die Deutsche Bahn selbst nutzt diesen Service: Darüber hinaus sind noch mehr als 200 weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen wie zum Beispiel der „Alex“ Kunden des Tankstellenbetreibers. Im Jahr 2014 lag der Diesel-Umschlag bei rund 490 Millionen Litern. Doch der Trend geht abwärts – immer mehr Bahnstrecken werden elektrifiziert und die Dieselmotoren werden verbrauchsärmer.

Statistik zum Einsatz von dieselbetriebenen Schienenfahrzeugen in DeutschlandAn etwa 145 der Schienentankstellen sind übrigens auch Trucker regelmäßig zu Gast. Nicht als Kunden, sondern als Lieferanten: Der Diesel-Nachschub wird hier nämlich nicht per Schiene, sondern mit Tanklastwagen geregelt. Denn das ist schneller und günstiger. Wieder mal ein Zeichen dafür: Es geht gar nicht um Schiene oder Straße – beides ergänzt sich einfach perfekt!

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Monstermäßiger Durst https://www.stories-from-the-tanke.de/monstermaessiger-durst/ https://www.stories-from-the-tanke.de/monstermaessiger-durst/#respond Wed, 15 Nov 2017 15:18:30 +0000 https://www.stories-from-the-tanke.de/?p=1253 Tanken extrem: Wieviel Treibstoff moderne Containerschiffe bunkern – und was das kostet. Tanknadel am unteren Limit? Runter von der Route, ran an die LKW-Tanksäule, einmal volltanken. Als Trucker kennt man das: Die Prozedur dauert halt ein bisschen, jedenfalls meist deutlich mehr als mit einem PKW. Tanken geht aber noch wesentlich extremer. Zum Beispiel, wenn gigantische […]]]>

Tanken extrem: Wieviel Treibstoff moderne Containerschiffe bunkern – und was das kostet.

Tanknadel am unteren Limit? Runter von der Route, ran an die LKW-Tanksäule, einmal volltanken. Als Trucker kennt man das: Die Prozedur dauert halt ein bisschen, jedenfalls meist deutlich mehr als mit einem PKW. Tanken geht aber noch wesentlich extremer. Zum Beispiel, wenn gigantische Containerschiffe ihren ebenso gigantischen Durst nach Treibstoff stillen.

Containerschiff mit ISO-Containern auf dem Meer

Der Stoff, um den es dabei geht, hat allerdings wenig mit Benzin oder Diesel zu tun. Schiffstreibstoff besteht nämlich in der Regel aus einem Mix aus Schweröl und Dieselöl, in der Fachsprache IFO genannt, „Intermediate Fuel Oil“. Bei Raumtemperatur kann man das Zeug übrigens in Stücke schneiden, denn es ist dann nicht flüssig – es verhält sich mehr wie Bitumen. Vor dem Betanken eines Containerschiffes, was als „Bunkern“ bezeichnet wird, muss das IFO auf 50 bis 60 Grad Celsius erhitzt werden. Und natürlich auch, um es aus dem dafür mit Heizspiralen ausgerüsteten Treibstoff-Bunker zum Schiffsmotor pumpen zu können.

Der große Containerhafen

„Schiffsmotor“ – klingt ganz normal, ist es aber auch nicht. Denn in einem dieser heute üblichen, unfassbar riesigen Containerschiff wie der „CMA CGM Nevada“ – Kapazität 12.552 Container, 187.000 Tonnen Gesamtgewicht – werkelt ein wahres Motor-Monster: Ein Zweitakt-Zwölfzylinder-Reihenmotor mit Turboaufladung und Ladeluftkühlung. Und mit 98.280 PS. Noch mal, ganz langsam: Achtundneunzigtausendzweihundertachtzig PS. Motorgewicht: 1.951 Tonnen, die beiden Turbolader (je 15 Tonnen) mal nicht eingerechnet.

Einfahrt in den Containerhafen

Da muss man wohl auch als gestandener Trucker schlucken, wenn man sich solche Leistungsdimensionen vorstellt. Und erst recht, wenn man dann hört, was das Riesenteil selbst so schluckt: Die Tanks der „Nevada“ fassen 11.500 Tonnen Schweröl. Einmal volltanken kostet bei den aktuell gängigen Preisen also deutlich mehr als 5 Millionen Euro. Und der Verbrauch? Rund 312 Tonnen IFO in 24 Stunden – bei voller Beladung und ca. 24 Knoten (etwa 45 km/h) Schiffsgeschwindigkeit.

Beim nächsten Tankstopp also mal ganz gelassen auf die Uhr und die Literanzeige schauen. Ist ja dann doch wohl eher ein Klacks im Vergleich. Und als Kapitän auf der Autobahn wird man auch deutlich seltener seekrank!

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Revolution am Straßenrand https://www.stories-from-the-tanke.de/revolution-am-strassenrand/ https://www.stories-from-the-tanke.de/revolution-am-strassenrand/#comments Mon, 06 Nov 2017 14:48:25 +0000 https://www.stories-from-the-tanke.de/?p=1201 Die Zukunft des Tankens: Alles andere als verrückte Visionen. Als sich Mel Gibson 1981 als „Mad Max“ in einer ziemlich düsteren Zukunftsvision heftig um die letzten Benzinvorräte prügeln musste, konnte er es noch nicht ahnen. Aber heute ist allen klar: Verbrennungsmotoren sind die Technologie der Vergangenheit. Die Zukunft gehört eindeutig der Elektromobilität. Aber was bedeutet […]]]>

Die Zukunft des Tankens: Alles andere als verrückte Visionen.

Als sich Mel Gibson 1981 als „Mad Max“ in einer ziemlich düsteren Zukunftsvision heftig um die letzten Benzinvorräte prügeln musste, konnte er es noch nicht ahnen. Aber heute ist allen klar: Verbrennungsmotoren sind die Technologie der Vergangenheit. Die Zukunft gehört eindeutig der Elektromobilität. Aber was bedeutet das für die bisherigen Schlüsselstellen im Straßenverkehr – die Tankstellen? Denn wenn alle ihre Fahrzeuge zu Hause aufladen und an der „Tanke“ keine Treibstoffe mehr verkauft werden – was dann? Doch die Revolution am Straßenrand ist bereits auf vollen Touren. Wir fassen kurz zusammen, welche Ideen es für die „Tankstelle der Zukunft“ gibt.

Die E-Rotunde an der Tankstelle Fürholzen West.

(c) Tank und Rast

Bis 2050 soll der Verkehr in Deutschland keine Emissionen mehr verursachen – so die Vorgabe der Bundesregierung. Das erscheint noch sehr weit weg zu sein. Doch die rund 14.000 heute existierenden Tankstellen in Deutschland müssen jetzt schon schrittweise ihr Angebot anpassen, um in den nächsten Jahrzehnten noch eine Geschäftsgrundlage zu haben. Reisende, Pendler, Trucker und sonstige Autofahrer sollen schließlich weiterhin einen guten Grund haben, „ihre“ Tanke anzusteuern. Und es gibt auch schon einige Konzepte für die Zukunftssicherung. Hier ein paar der wichtigsten.

Die Tankstelle als Supermarkt. „Gibt’s doch schon!“, werden jetzt viele sagen. Stimmt. Aber nicht in dem Umfang, der jetzt geplant wird. Denn Tankstellen sollen regelrechte Warenhäuser werden und arbeiten dafür bereits mit passenden Partnern zusammen. Aral schon länger mit Rewe – und Shell jetzt mit Amazon: An vielen Shell-Standorten werden Amazon-Paketschränke aufgestellt, aus denen sich Kunden rund um die Uhr ihre Pakete abholen können. Vielleicht dauert es nicht mehr lange, bis wir Sätze wie diesen sagen: „Schatz, ich fahr’ eben zur Tanke, Zigaretten und deine neuen Schuhe holen!“Mögliche Zukunft der Tankstellen: Umnutzung zum Supermarkt.

Die Tankstelle als Café. Klar, auch das gibt es schon. Aber neu sind die gezielten Partnerschaften von markenstarken Anbietern aus der Gastronomiebranche mit Tankstellenketten. Esso setzt dabei auf Tchibo, Shell auf Starbucks. Entscheidend ist dabei aber, dass das Personal hinter dem Tresen nicht einfach nur „Woll’n se noch’n Kaffee?“ brummelt oder auf Nachfrage stumm zum entsprechenden Automaten zeigt. Stattdessen werden Verkaufstrainings durchgeführt, um Kunden ein echtes, entspanntes und serviceorientiertes „Café-Erlebnis“ in der Tankstelle zu bieten. Die (Marken-)Qualität des Kaffees muss dann natürlich mithalten – Fern- und Vielfahrer sind schließlich anspruchsvolle Konsumenten.

Mögliche Zukunft der Tankstellen: Umnutzung zum Café.

Die Tankstelle als … Tankstelle? Hier sind heute noch viele Fragen offen. Das Prinzip „Stromtankstelle“ könnte natürlich funktionieren – aber dafür müssten zunächst die Ladezeiten wesentlich verkürzt werden. Vielleicht sind aber auch Wasserstoff und Flüssiggas die wichtigeren emissionsarmen und klimaneutralen Treibstoffe der Zukunft, wer weiß. Auch dafür müssten sich die Tankstellen (um)rüsten – wenn es denn soweit ist. Doch bis dahin fließen mit Sicherheit noch etliche Gallonen Super und Diesel durch die Zapfsäulen der Nation. Also beobachten wir die Revolution am Straßenrand einfach weiter – bis irgendwann klar ist, welche Route sie einschlägt.

Die größte Tankstelle der Welt in Luxemburg.

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O’zapft is: Tankstelle mit Oktoberfest-Feeling https://www.stories-from-the-tanke.de/ozapft-is/ https://www.stories-from-the-tanke.de/ozapft-is/#respond Mon, 02 Oct 2017 09:36:37 +0000 https://www.stories-from-the-tanke.de/?p=1186 Wiesn-Wirt eröffnet Deutschlands modernste Tankstelle. Fürholzen West an der A9: bereits 30 Kilometer vor München können sich Oktoberfest-Fans auf das größte Volksfest der Welt einstimmen – stilecht mit Hendl und Maß. Friedrich Steinberg, der auf der Wiesn das Hofbräu-Zelt betreibt, hat im September zusammen mit Tank & Rast die modernste Tankstelle Deutschlands eröffnet. Und die […]]]>

Wiesn-Wirt eröffnet Deutschlands modernste Tankstelle.

Die moderne Architektur der Fürholzener Tankstelle

© Tank & Rast

Fürholzen West an der A9: bereits 30 Kilometer vor München können sich Oktoberfest-Fans auf das größte Volksfest der Welt einstimmen – stilecht mit Hendl und Maß. Friedrich Steinberg, der auf der Wiesn das Hofbräu-Zelt betreibt, hat im September zusammen mit Tank & Rast die modernste Tankstelle Deutschlands eröffnet. Und die hat in Hinsicht Innovation und Zukunftsfähigkeit einiges zu bieten.

Nicht nur zur Wiesn-Zeit werden die typisch bayrischen Speisen angeboten. Bock auf deftiges Essen haben die ausgehungerten Trucker nach langen Strecken für gewöhnlich häufig. Eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Rastplatz-Essen! Selbstverständlich ist die Tanke nicht nur aufgrund ihrer Gastronomie so besonders. Vor allem die große Zahl an Parkplätzen ist eine Wohltat für die Trucker: auf über 1.700 Quadratmetern Gesamtfläche stehen alleine den Lkw-Fahrern etwa 250 Stellplätze zur Verfügung – eine Zahl, die auf anderen Tank- und Rastplätzen selten erreicht wird. Laut Bundesregierung sollen bis 2025 11.000 neue Lkw-Plätze direkt an den deutschen Autobahnen entstehen, um der sich stetig verschärfenden Parkplatznot Herr zu werden. Fürholzen West leistet zwar nur einen kleinen Beitrag, doch zumindest im Kreis Freising gehört die nervenaufreibende Parkplatzsuche der Vergangenheit an. Und wer die neu gewonnene Zeit nutzen möchte, kann die müden Trucker-Knochen nach anstrengenden Fahrten auf einem Fitness- und Bewegungsparcours wieder in Schwung bringen.

 

Der innovative Innenbereich der Fürholzener Tankstelle

© Tank & Rast

Auch im Bereich Stromerzeugung ist die „Raststätte der Zukunft“ vorbildlich: mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet produziert das futuristische Dach der Tankstelle mehr Energie als verbraucht wird. Die Optik des Gebäudes, der Einsatz von ökologischen Materialien und die vier Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge, die ausschließlich Ökostrom anbieten – Nachhaltigkeit wird hier groß geschrieben! Autos können neben Diesel, Benzin und Strom auch Erdgas und Wasserstoff tanken. Doch nicht nur der Sprit kommt aus Zapfsäulen: selbst die Flüssigkeit für die Scheibenwaschanlage kann eigenhändig gezapft werden.

Die futuristische Architektur der Fürholzener Tankstelle

© Tank & Rast

Fürholzen West ist vielleicht nicht die größte Tankstelle der Welt, aber auf jeden Fall eine der modernsten.

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Über den Wolken fließt der Sprit. https://www.stories-from-the-tanke.de/ueber-den-wolken-fliesst-der-sprit/ https://www.stories-from-the-tanke.de/ueber-den-wolken-fliesst-der-sprit/#respond Fri, 22 Sep 2017 13:05:47 +0000 https://www.stories-from-the-tanke.de/?p=1165 Tanken extrem. Das Tanken an sich ist prinzipiell keine besonders aufregende Tätigkeit, besonders für den Trucker ist es eher zeitraubend und lästig. Doch es gibt auch Tankvorgänge, die alles andere als langweilig sind. Bei der Luftbetankung von Kampfflugzeugen muss jede Bewegung 100-prozentig sitzen, sonst kann es schnell ein Desaster geben. Auf 9000 Metern Höhe ist […]]]>

Tanken extrem.

Das Tanken an sich ist prinzipiell keine besonders aufregende Tätigkeit, besonders für den Trucker ist es eher zeitraubend und lästig. Doch es gibt auch Tankvorgänge, die alles andere als langweilig sind. Bei der Luftbetankung von Kampfflugzeugen muss jede Bewegung 100-prozentig sitzen, sonst kann es schnell ein Desaster geben.

Vollgetankte Jets über den Wolken.

Auf 9000 Metern Höhe ist die Luft ganz schön dünn, Straßen gibt es keine und eine Tankstelle würde man hier am wenigsten erwarten. Jedoch existiert sie, die Tanke am Himmel. Sie ist allerdings nicht mit unseren irdischen Tankstellen zu vergleichen, sondern kommt zum Beispiel als umgebauter Airbus A310 MRTT daher. Doch warum tanken die Flugzeuge nicht am Boden, wo alles so viel einfacher wäre? Die Antwort ist plausibel: Kampfjets müssen klein, schnell und wendig sein, da bleibt nicht viel Raum für große Kerosintanks. Dadurch haben sie allerdings nur eine begrenzte Reichweite und müssten nach kurzer Einsatzzeit schon wieder zum Heimatflughafen, um nachzutanken. Deshalb entstand die Idee der Luftbetankung, um die Jets länger im Manöver halten zu können.

Airbus A330 MRTT als Tankflugzeug

Das ist dann bei Flughöhen von 1500 bis 9000 Metern und einer Geschwindigkeit von 370 bis 650 Km/h eine durchaus haarsträubende Angelegenheit, die nach dem so genannten „Hose-and Drogue-System“ abläuft. Der kleine Jet muss hinter dem großen Tankflugzeug exakt in Position gehen und diese auch halten. Dann rollt beim Tanker unter den Tragflächen ein ca. 20 Meter langer Schlauch (Hose) aus, an dessen Ende sich ein Fangkorb (Drogue) befindet. Dieser wird in dem ausgefahrenen Betankungsstutzen des Empfängerflugzeugs verriegelt. Dann kann der Sprit fließen. Klingt einfach, ist aber ganz schön kompliziert, da beide Flugzeuge in Bewegung sind. Der Pilot des Empfängerflugzeugs muss also extrem präzise steuern, damit die Druckbetankung nicht unterbrochen wird. Die geht dann sehr schnell: Pro Minute kann der Airbus bis zu 1250 Kilogramm Kerosin abgeben. Das ist ca. 25mal so viel wie bei einem Brummi pro Minute reinläuft. Der ganze Vorgang wird natürlich elektronisch gesteuert, im Tanker sitzt ein Tankoperator, der mit Hilfe der im Rumpf eingebauten Video- und Infrarotkameras die genaue Abstimmung koordiniert und überwacht. Das funktioniert sogar im Dunkeln. Ist der Tank wieder voll, wird der Tankstutzen entriegelt und der Jet kann wieder durchstarten.

Vollgetankte Jets im Einsatz

Man muss sich mal vorstellen, wie das wäre, wenn ein LKW bei voller Fahrt auf der Überholspur mit Hochdruck betankt würde, und das ist noch nicht mal halb so kompliziert wie die Luftbetankung. Wenn da etwas schiefgeht, dann werden nicht nur ein paar Liter Sprit verschüttet, sondern dann geht es ums Ganze. So geschehen 2011 bei einem Auftankmanöver zwischen einem Airbus und einer portugiesischen F16. Da ist die Spitze des Betankungsauslegers beim Einführen einfach weggebrochen, an den Rumpf des Kampfjets gestoßen und dann ins Meer gefallen. Beide Flugzeuge wurden beschädigt, aber zum Glück konnten sie ohne weitere Verluste an ihre Heimatflughäfen zurückkehren. Den Besatzungen der Flugzeuge dürfte dabei ganz schön die Düse gegangen sein. Dann vielleicht doch lieber langsamer, aber sicher und mit festem Boden unter den Füßen auf einer Autobahntankstelle tanken.

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Edle Tropfen von der Tanke. https://www.stories-from-the-tanke.de/edle-tropfen-von-der-tanke/ https://www.stories-from-the-tanke.de/edle-tropfen-von-der-tanke/#respond Sun, 03 Sep 2017 06:53:39 +0000 https://www.stories-from-the-tanke.de/?p=1128 Aus Tankstelle wird Weinhandel. An der Kokenmühle im niedersächsischen Lingen fließt der Sprit nicht mehr aus der Zapfsäule, sondern wird ab Herbst 2017 in wohlgeformten Flaschen verkauft. Die seit langem nicht mehr betriebene Tankstelle an der Bernd-Rosemeyer-Straße wird elegant eingeglast und Teil der Geschäftsräume eines örtlichen Weinhandels.   In den 1950er Jahren, als das Wirtschaftswunder […]]]>

Aus Tankstelle wird Weinhandel.

An der Kokenmühle im niedersächsischen Lingen fließt der Sprit nicht mehr aus der Zapfsäule, sondern wird ab Herbst 2017 in wohlgeformten Flaschen verkauft. Die seit langem nicht mehr betriebene Tankstelle an der Bernd-Rosemeyer-Straße wird elegant eingeglast und Teil der Geschäftsräume eines örtlichen Weinhandels.

Blick auf die neue Weinhandlung Willenbrock

 

In den 1950er Jahren, als das Wirtschaftswunder begann und Deutschland sich zum Autoland entwickelte, war es durchaus angesagt, dass Design bei der Gestaltung von Tankstellen eine Rolle spielen sollte. Wie bei der ehemaligen NITAG-Großtankstelle direkt im Zentrum Lingen mit aufgehängter Glasfassade. Die Idee für diese Gestaltung kam damals aus den USA und war so einzigartig, dass die Tanke später unter Denkmalschutz gestellt wurde, obwohl sie zu der Zeit gar nicht mehr genutzt wurde. Das wiederum verärgerte zahlreiche Lingener Bürger, die das Bauwerk eher als Schandfleck denn als schützenswertes Relikt der Wirtschaftswunder-Ära ansahen. Schließlich war das Bauwerk im Laufe der Zeit immer unansehnlicher geworden. Da stand sie nun, die alte Tankstelle und keiner wusste so recht, was man damit anfangen sollte.

Die alte NITAG-Tankstelle in Lingen vor dem Umbau

Bis der Erbe Gerd Bailer gemeinsam mit dem Bauingenieur Christoph Hofschröder die Initiative ergriff und die Idee einer Einhausung der alten Tankstelle entwickelte, um sie auch weiterhin nutzen zu können. Zu dem Zeitpunkt befand sich die Weinhandlung Willenbrock auf Standortsuche und nahm Kontakt zu Gerd Bailer auf, woraufhin sich eine Bauherrengemeinschaft bildete. Dann ging alles ganz schnell, die denkmalgeschützte Tankstelle wurde verglast und organisch in das neue Gebäude integriert, so dass aus dem Schandfleck jetzt ein architektonisches Highlight wird. Statt Oktan gibt es demnächst Promille, statt „Gute Fahrt“ heißt es dann „Prost“ und wer sich in der neuen Weinhandlung mit edlen Tropfen und ausgesuchten Spritsorten eindeckt, der sollte beim Auto fahren lieber vorsichtig sein. Das Wort „volltanken“ kriegt in diesem Zusammenhang jedenfalls eine ganz andere Bedeutung.

Die neue Filiale der Weinhandlung Willenbrock in Lingen

 

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Kleinod in Oberschwaben. https://www.stories-from-the-tanke.de/kleinod-in-oberschwaben-2/ https://www.stories-from-the-tanke.de/kleinod-in-oberschwaben-2/#respond Fri, 18 Aug 2017 08:00:32 +0000 https://www.stories-from-the-tanke.de/?p=1139 MTB-Tankstelle in Tettnang erhält Denkmalschutzpreis. Denkmalschutz: Da denkt man normalerweise an barocke Schlösser, antike Tempel oder eindrucksvolle Häuser, die bereits Jahrhunderte alt sind. Doch kaum jemand würde bei diesem Stichwort auf eine Tankstelle kommen. Irrtum! Denn im oberschwäbischen Tettnang gibt es eine, die als Kulturdenkmal anerkannt ist und im letzten Jahr sogar den Denkmalschutzpreis des […]]]>

MTB-Tankstelle in Tettnang erhält Denkmalschutzpreis.

Denkmalschutz: Da denkt man normalerweise an barocke Schlösser, antike Tempel oder eindrucksvolle Häuser, die bereits Jahrhunderte alt sind. Doch kaum jemand würde bei diesem Stichwort auf eine Tankstelle kommen. Irrtum! Denn im oberschwäbischen Tettnang gibt es eine, die als Kulturdenkmal anerkannt ist und im letzten Jahr sogar den Denkmalschutzpreis des Landes Baden Württemberg gewonnen hat.

Die denkmalgeschützte MTB-Tankstelle in Tettnang bei Tag.

Eigentlich ist eine Tanke ein eher unansehnliches Etwas, das in erster Linie seinen Zweck zu erfüllen hat, nämlich Kraftfahrzeuge mit Sprit zu versorgen. Deshalb spielen bei der Planung einer solchen ästhetische Gesichtspunkte eine untergeordnete Rolle, sieht man vielleicht mal von irgendwelchen Gummitieren auf dem Dach ab, die allerdings auch nicht gerade eine Augenweide sind. Um so mehr traut man seinen Augen nicht, wenn man die kleine Tankstelle in der Ravensburger Straße im beschaulichen Tettnang erblickt. Sie scheint wirklich aus einer anderen Zeit zu kommen, besonders, wenn man sie mit einer „normalen“ Tankstelle in der unmittelbaren Nachbarschaft vergleicht. Dabei ist sie bis heute in Betrieb und nicht etwa als Museum, sondern als ganz normale Zapfstation mit kleinem Shop, die laut MTB Geschäftsführer Fritz Wahr „ihre Arbeit tun muss, wie jede andere Tankstelle auch.“

Von Weitem besehen wirkt sie fast puppenhaft. Gerade mal zwei Zapfsäulen stehen an der kleinen Autovorfahrt, deren Durchfahrtshöhe so gering ist, dass ein hoher LKW dort seine Probleme haben dürfte. Doch das Design ist geradezu klassisch. Ein abgerundeter Grundriss mit rundem Fensterband, der blitzend weiße Anstrich und die roten Streifen an den Fenstern lassen an Bilder von Edward Hopper oder die Bauhaus Architektur der zwanziger Jahre denken. Einfach schön! 1950 nach einem Entwurf der Deutsch-Amerikanischen-Petroleumgesellschaft gebaut, hat unsere neue Lieblingstanke souverän die Zeit überdauert und ist aus dem Ortsbild von Tettnang nicht mehr wegzudenken. Und von welcher Tanke kann man das heutzutage noch sagen.

Die denkmalgeschützte MTB-Tankstelle in Tettnang bei Nacht.

Dafür hat sie auch im Jahr 2016 den Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg erhalten, als erste Tankstelle überhaupt. Dass sie überhaupt noch in Betrieb ist, verdanken wir der Fritz Wahr Energie GmbH & Co KG aus Nagold, die insgesamt 21 MTB-Tankstellen betreibt und das Objekt 2005 übernommen hat, obwohl es nicht gerade modernen Tankstellen-Standards entspricht. Laut GF Fritz Wahr war es die „Freude am Historischen“, die dazu geführt hat, die Tanke zu reaktivieren und 2016 liebevoll zu restaurieren. Es geht also auch anders und Herr Wahr wirkt so, als habe er sein Engagement für das Kleinod in Tettnang noch keine Sekunde bereut. Mehr davon!

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In 15 Sekunden alles überprüft. https://www.stories-from-the-tanke.de/in-15-sekunden-alles-ueberprueft/ https://www.stories-from-the-tanke.de/in-15-sekunden-alles-ueberprueft/#respond Sun, 30 Jul 2017 08:00:26 +0000 https://www.stories-from-the-tanke.de/?p=1107 Der LKW-Checkpoint auf der Inntal-Autobahn. Für den Trucker ist Österreich nicht in erster Linie ein Land voller Sehenswürdigkeiten und spektakulärer Bergansichten, sondern eines der wichtigsten Transitländer auf dem Weg von Norden nach Süden und umgekehrt. Da geht es dann weniger um Mozartkugeln oder Skipisten, sondern hauptsächlich darum, schnell und ohne Probleme über den Brenner zu […]]]>

Der LKW-Checkpoint auf der Inntal-Autobahn.

Für den Trucker ist Österreich nicht in erster Linie ein Land voller Sehenswürdigkeiten und spektakulärer Bergansichten, sondern eines der wichtigsten Transitländer auf dem Weg von Norden nach Süden und umgekehrt. Da geht es dann weniger um Mozartkugeln oder Skipisten, sondern hauptsächlich darum, schnell und ohne Probleme über den Brenner zu kommen.

Ein Truck während des Checks auf der Waage.

Allerdings sind die österreichischen Behörden besonders scharf bei Kontrollen. Da hilft auch der weitgehende Wegfall der Grenzkontrollen nicht, denn die LKW-Stationen im ganzen Land sind in jedem Fall besetzt. Insbesondere auf der viel befahrenen Brenner-Strecke wird intensiv überprüft, hier wird im Schnitt jeder vierte LKW rausgewunken. Deshalb ist es auf jeden Fall ratsam, schon vorher seine Hausaufgaben gemacht zu haben und dafür zu sorgen, dass rund um den Brummi alles seine Ordnung hat. Die Ladung sollte das zulässige Gesamtgewicht nicht überschreiten und darüber hinaus auch korrekt verteilt sein, auch die Reifen werden regelmäßig auf Profil und Druck überprüft. Wer sich nicht daran hält und dabei erwischt wird, dem drohen empfindliche Geldstrafen und zusätzlich ein satter Zeitverlust bis hin zur Stilllegung des Fahrzeugs. Denn Umladen auf der Autobahn ist nahezu unmöglich. Der kluge Trucker beugt also vor, damit es gar nicht erst zu solchen Problemen kommt.

Das haben sich auch die Betreiber der Inntaler LKW-Tankstelle nahe der A12 bei Kufstein gedacht und bieten seit 2016 einen besonderen Service an: den Truck Checkpoint. Dort werden automatisch Achslast und Gesamtgewicht sowie Reifendruck und Profiltiefe überprüft. Innerhalb von 15 Sekunden ist alles erledigt. Der LKW fährt mit 5 km/h über eine besondere Ausfahrspur mit im Boden verbauten Sensoren und Achswaagen und der Fahrer erfährt sofort, ob seine Werte den gesetzlichen und fahrtechnischen Anforderungen entsprechen. Alle Punkte, die bei einer LKW- Kontrolle in Österreich relevant sind, werden automatisch kontrolliert, angezeigt und auf Wunsch sogar dem Fuhrparkleiter per E-Mail gesendet. Sind Korrekturen notwendig, können diese direkt beim Reifendienst der Tankstelle vorgenommen werden. Außerdem ist das Personal der Tankstelle gerne beim Umladen behilflich, falls hier etwas nicht stimmen sollte. Der ganze Service ist für eine relativ kleine Gebühr zu haben, bei Bedarf können Logistikunternehmen die Dienstleistung auch in ihr Fuhrparkmanagement übernehmen.

Der Inntaler Truck CheckPoint.

So vorbereitet, können sich die Trucker ganz unbesorgt auf die Strecke über den Brenner machen und kein noch so penibler österreichischer Verkehrspolizist kann ihnen ans Zeug flicken. Natürlich kostet eine Lkw-Kontrolle noch immer kostbare Zeit, doch die Gefahr, dass das Fahrzeug aus dem Verkehr gezogen werden könnte, besteht in diesen Punkten nicht mehr. Gleichzeitig sinken bei einem korrekten Reifendruck die Verschleißerscheinungen sowie der Kraftstoffverbrauch, weshalb die eigenständige Kontrolle für jeden Trucker auf der Tagesordnung stehen sollte.

Das Messgerät am Truck CheckPoint in Inntal.

Dass man an der Inntaler LKW Tankstelle auch einfach schnell tanken und alle Annehmlichkeiten eines modernen Autohofs genießen kann, versteht sich fast von selbst, aber das kann man an jeder anderen Tankstelle an der Strecke auch. Der LKW-Checkpoint ist allerdings bisher einzigartig. Wer also auf Nummer Sicher gehen will, sollte vor der Überquerung des Brenners vorsichtshalber dort einen Stopp einlegen.

 

 

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Das Führerhaus als Wohnzimmer https://www.stories-from-the-tanke.de/das-fuehrerhaus-als-wohnzimmer/ https://www.stories-from-the-tanke.de/das-fuehrerhaus-als-wohnzimmer/#respond Sat, 15 Jul 2017 21:23:56 +0000 https://www.stories-from-the-tanke.de/?p=1076 Häuslich eingerichtet für das Leben auf der Straße. Die Stand- und Wartezeiten für LKWs werden immer länger, der Wust an Vorschriften kann einem das schönste Truckerleben vermiesen. Es besteht oft aus warten, warten und nochmal warten. Da ist es nur allzu verständlich, dass immer mehr Helden der Straße sich in ihrer Führerkabine häuslich einrichten. Kühlschrank, […]]]>

Häuslich eingerichtet für das Leben auf der Straße.

Die Stand- und Wartezeiten für LKWs werden immer länger, der Wust an Vorschriften kann einem das schönste Truckerleben vermiesen. Es besteht oft aus warten, warten und nochmal warten. Da ist es nur allzu verständlich, dass immer mehr Helden der Straße sich in ihrer Führerkabine häuslich einrichten.

Ein Führerhaus eines SCANIA Trucks auf dem Truck Grand Prix.

Kühlschrank, Standheizung, Campingkocher und guter TV-Empfang gehören inzwischen fast schon zur Grundausstattung, doch zahlreiche Kollegen setzen da locker noch einiges drauf. Vieles davon ist praktisch, wie z.B. die Fenstergardinen, die einen ungestörten Schlaf auch auf hell erleuchteten Rastplätzen sichern. Oder Behälter und manchmal sogar kleine Regale für Dosen und andere Lebensmittel, damit man sich auch mal selbst versorgen kann und nicht immer abhängig von den teuren Mahlzeiten in den Raststätten oder Autohöfen ist. Manche Fahrer machen jedoch einen regelrechten Kult um ihre Kabine. Die ist dann ausgekleidet mit edlem Leder und echten Perserteppichen, dazu eine Stereoanlage mit sattem Sound. Die Schlafkabine ist bestückt mit Postern oder regelrechten Fototapeten, dazu ein kleines Bücherregal und eine Hausbar. Diese ist aber in der Regel eher mit nichtalkoholischen Getränken bestückt, schließlich gibt es die Promillegrenze und kein Trucker möchte seinen Lappen wegen einer alleine durchzechten Nacht verlieren. So investieren einige Trucker richtig viel Geld, um ihre Kabine nach ihrem Sinne einzurichten. „Ich lebe praktisch in meiner Kabine. Wenn man sich jeden Tag im Truck aufhält, will man sich dort auch wohl fühlen. Das ist mir schon den einen oder anderen Euro extra wert,“ kommentiert ein Trucker seine opulente Ausstattung, die sich mit jedem hausgebundenen Wohnzimmer durchaus messen kann.

Inzwischen gibt es sogar Betriebe, die sich ganz auf die Gestaltung von Fahrerkabinen in LKW spezialisiert haben, wie z.B, der ehemalige Trucker Andy Tägder aus Pritzwalk. Vom traditionellen beige-braun für die Innengestaltung bis hin zum futuristischen Raumschiff-Design ist alles dankbar, solange der Fahrer sich darin wohlfühlt. Fast ein Must dabei ist das beleuchtete V8-Symbol im Kabinenhimmel, um die Power, die so ein LKW auf die Straße bringt, noch mal klar zu verdeutlichen.

Inneneinrichtung eines Führerhauses auf eine andere Art und Weise.

Einige der schönsten Exemplare der rollenden Wohnzimmer waren am Wochenende 30.6. – 2.7. auf dem 32. Internationalen ADAC Truck Grand Prix 2017 am Nürburgring zu bewundern, wo sich Tausende von Brummis ein lebensfrohes Stelldichein gaben und ein regelrechtes Schaulaufen der originellsten Modelle veranstaltet wurde. Auf der Rennstrecke brüllten die Renntrucks mit ihren über 1000 PS, während auf den umliegenden Parkplätzen und in den Trucker-Camps die Besucher stolz ihre individuell gestalteten Modelle präsentierten – vom Vintage-Truck bis hin zu Ausführungen, die eher Raumschiffen ähneln, wurde nichts ausgelassen.

Auf dem Truck Grand Prix präsentieren sich die LKW.

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